Klimawandel bei der Wohlfühltemperatur

Auch ohne solche drastischen Änderungen an der Computerhardware lassen sich die Rahmenbedingungen für den Betrieb deutlich verbessern, vor allem bei aktueller Hardware. Wichtigste Stellschraube ist die Temperatur der zugeführten Luft. Während dabei noch vor wenigen Jahren Werte um die 20 °C Standard waren, sind heute bis zu 40 °C anzutreffen. Die American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers (Ashrae) hat die zulässigen Eckdaten in ihren Richtlinien für den Betrieb von Rechenzentren im Jahr 2008 erheblich gelockert. Sowohl die Bandbreite der Temperaturen als auch der Luftfeuchte ist gewachsen, was viele Firmen bereitwillig ausnutzen. Hersteller wie Dell oder SGI haben die Garantiebereiche ihrer Server an die veränderten Vorgaben angepasst, sodass Betreiber die höheren Temperaturen in den Rechenzentren nutzen dürfen.

Ein breites Feuchtigkeits- und Temperaturspektrum erlaubt die häufigere Verwendung von Außenluft zur Kühlung, die so genannte freie Kühlung, entweder indirekt mit Wasser als Transportmedium oder direkt über gefilterte Außenluft als einziges Medium. Mit den angepassten Ashrae-Angaben aus dem Jahr 2008 ist in Mittel und Nordeuropa fast das ganze Jahr über freie Kühlung möglich, ohne – bis auf wenige Tage im Jahr – einen zusätzlichen und stromintensiven Chiller nutzen zu müssen.

 

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